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Mit der Sommerhitze kommt die Lust auf ein kühles Eis. Nur zu blöd, dass ausgerechnet jetzt auch der Bikini und die Badehose Saison haben. Ein scheinbar unlösbares Dilemma, denn die meisten Eissorten haben viele Kalorien. Vor allem die derzeit beliebten amerikanischen Sorten mit verheißungsvollen Namen wie „Cookies and Cream“ oder „Marshmallow Flush“ nehmen auf meine hart erarbeitete Bikinifigur überhaupt keine Rücksicht. Fruchteis hat eine bessere Bilanz, schmeckt aber immer gleich. Meine Lösung ist so einfach wie ungewöhnlich.

Für meine fruchtig-herbe Eis-Kreation brauchst du:
  • 100 ml Grapefruitsaft
  • 100 ml Orangensaft
  • 1 Grapefruit (BIO)
  • 1 TL Schamel BIO Tafel-Meerrettich
  • 2 TL Orangenblütenhonig
  • 1 Rosmarinzweig
  • Eisformen mit Stäbchen
Vielleicht habt ihr schon mein Apfel-Cider-Merrettich-Eis probiert und seid nun genauso überzeugt wie ich, dass Meerrettich mehr kann als Fischgerichte verfeinern? Meine neue Eis-Kreation kombiniert das Abnehmwunder Meerrettich mit einem weiteren Klassiker aus der Diätbibel: der Grapefruit. Zusammen mit meiner Lieblingswurzel und einer Handvoll Rosmarin ergibt sich ein überraschend erfrischendes Geschmackserlebnis. Perfekt für richtig heiße Sommertage.

 

Und so wird ein Eis draus:
  • Etwa 2-3 dünne Scheiben von der Grapefruit abschneiden und diese vierteln.
  • Je 1-2 Grapefruit-Viertel in eine der Eisformen legen.
  • Die restliche Grapefruit filetieren, stückeln und in ein Rührgefäß geben.
  • Den Saft aufgießen und mit dem Meerrettich, dem Honig und dem Rosmarin verfeinern.
  • Mit einem Pürierstab passieren und die Masse auf die Eisformen verteilen.
Das ganze am besten über Nacht im Eisfach auskühlen lassen. Tipp: Vor dem Herauslösen die Formen kurz unter heißes Wasser halten.
Ich geh dann mal zum Eisfach. Zum zweiten Mal. Glaubt ihr nicht? Ja, na gut, erwischt! Es ist mein drittes Mal. Ich tu‘ eben gern was für meinen Körper.

Ja, das ist wirklich neu. Dem aufmerksamen Meerrettich-Käufer dürfte aufgefallen sein: Der erste und einzige Bayerische Bio-Meerrettich steht seit kurzem im Kühlregal, und er kommt – produziert von der Firma Schamel Meerrettich – in den Geschmacksrichtungen Tafel- und Sahne-Meerrettich aus garantiert bayerischem Anbaugebiet daher. Die dafür benötigte Bayerische Bio-Meerrettich-Wurzel bezieht das Traditionsunternehmen von einem, der Bio schon seit langem persönlich lebt und in seiner Landwirtschaft umsetzt. Ein Besuch bei Gerhard Kerschbaum auf dem Biohof Kerschbaum in Hemhofen.

Drehen wir die Zeit ein wenig zurück. Gerhard Kerschbaums Krenfeld steht noch in vollem Blatt. Die Ernte hat noch ein paar Wochen Zeit. Wesentlich näher rückt dagegen gerade der erste Schultag von Tochter Rosa. Es ist ein sonniger Spätsommertag und Gerhard Kerschbaum ist stolz. Trotz Jahrhundertsommer konnte er seine Felder dank Überstunden und Feldrandcontainer ausreichend wässern und seine Bio-Erdbeeren, seinen Bio-Spargel, seine Bio-Kartoffeln und eben auch seinen Bio-Kren durch die Hitze retten.

Seit 2005 wirtschaftet Gerhard Kerschbaum nicht mehr konventionell, wie er sagt, sondern ökologisch strikt nach den Richtlinien des Anbauverbands Biokreis e.V., der den ökologischen Landbau fördert. Insgesamt bewirtschaftet Gerhard Kerschbaum 125 Hektar, 2,7 Hektar hat er für die scharfe Wurzel reserviert. Nicht alle Böden im eher trockenen und sandigen Hemhofen sind kren-geeignet, sagt Gerhard Kerschbaum.

Die Mühe, die Gerhard Kerschbaum seit 2005 auf sich nimmt, lohnt sich, obwohl er auf seinen Feldern weniger Wurzeln als andere Krenbauern mit konventioneller Landwirtschaft ernten kann. Kerschbaum ist sich sicher: Lebensmittel mit der Kennzeichnung Bio und Regional sind stark im Kommen. „Und die Verbraucher sind zunehmend dazu bereit, diese Qualitätsmerkmale auch zu bezahlen.“ Doch es geht ihm um wesentlich mehr. Ein gutes Gewissen. Eine Haltung. Er habe schon immer gerne Neues ausprobiert, die Landwirtschaft, die ihm in die Wiege gelegt wurde – Kerschbaum ist Landwirt in 4. Generation – habe er immer als Herausforderung gesehen. Warum er sich schließlich dazu entschied, auf Bio umzustellen? „Ich arbeite gerne mit der Natur und ich hatte immer den Ansporn, vieles noch besser zu machen“, sagt er mit Blick über seine Felder. „Und natürlich, weil alle sagten: Das funktioniert sowieso nicht.“

In der ökologisch verträglichen Landwirtschaft gehe es vor allem um das richtige Timing, sagt Gerhard Kerschbaum. Der Zeitpunkt der Aussaat muss beispielsweise passen. Und auch wenn seine Felder weniger Wurzeln abwerfen als andere, so seien seine Pflanzen doch wesentlich robuster und widerstandsfähiger. „Der organische Dünger wirkt langsamer, aber eben auch nachhaltiger.“

Für Schamel Meerrettich ist es nicht die erste Begegnung mit Bio. Das Unternehmen stellt Bio-Meerrettich bereits für die verarbeitende Branche zur Verfügung. Und auch Gerhard Kerschbaum ist bereits ein langjähriger Partner der Firma. Trotzdem freut er sich nun umso mehr, dass sein Bio-Kren jetzt auch in einem Endverbraucher-Produkt zum Einsatz und auf den Markt kommt: „Eine regionale Herkunftsbezeichnung, kurze Wege, Heimatfaktor und Bio – ich bin mir sicher, die Wertschätzung für solche Produkte ist bei den Verbrauchern da.“

Weitere Informationen zum Bayerischen Bio-Kren findest Du hier:
Produktflyer_Schamel_Bio-Meerrettich