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Nach dem Fasching ist vor der Fastenzeit – zumindest für jene von uns, die es konsequent mögen. Die einen verzichten auf Alkohol, die anderen auf Zucker oder rotes Fleisch, die nächsten essen einfach weniger und so mancher meint es richtig ernst. Um die Wirksamkeit des Heilfastens ranken sich viele Philosophien. Fakt ist: Wer tagelang auf feste Nahrung verzichtet, sollte es danach nicht übertreiben. Auf leeren Magen einen Schweinebraten zu verputzen, ist keine wirklich gute Idee. Stattdessen gibt es Lebensmittel, die einem auf bekömmlicherem Weg die Freude am Essen zurückbringen. Haferflocken, Gemüse, Obst und Kartoffeln zum Beispiel, aber auch Meerrettich darf man an seinen Aufbautagen verzehren. Wer lange fastet, will sich nicht lange mit Kochen aufhalten. Eine einfache Idee für die Tage danach: Apfel-Meerrettich-Quark mit Sprossen und Knäckebrot.

Diese Zutaten brauchst Du:

250 g Margerquark
1 Apfel
1 – 2 Löffel Schamel Meerrettich Raspelstix
Grüner Pfeffer, Salz
Wer mag: Vollkorn- oder Knäckebrot, Sprossen oder Kresse

Und so einfach geht’s:

 

 

1. Schamel Meerrettich Raspelstix mit dem Margerquark verrühren
2. Apfel raspeln und unterheben, das Ganze salzen und pfeffern

3. Den Apfel-Meerrettich-Quark z. B. mit Knäckebrot und Sprossen servieren
4. Nach dem Fasten endlich wieder genießen

Natürlich musst Du nicht erst Fasten, um dir den Apfel-Meerrettich-Quark zu gönnen. Der schmeckt auch ohne vorherigen Verzicht würzig, frisch und ziemlich gut. Einfach so, als Mahlzeit zwischendurch, zu Fisch und natürlich zu Kartoffeln. Vielleicht fällt Dir ja noch etwas anderes ein? So oder so wünschen wir Dir guten Appetit!

3 Fragen an Matthias Schamel und Andreas Schöppl.

Mit welchem Gefühl übernimmt man ein Familienunternehmen?
Matthias Schamel: Es gab nie diesen einen Moment der Übergabe. Der Übergang war lange geplant, ich konnte mich also sukzessive auf das vorbereiten, was nun Realität geworden ist. Ich betrachte es vor allem als große Chance, ein Familienunternehmen zu führen, das seit über 170 Jahren besteht, heute mehr denn je auf dem Markt etabliert ist und sich zu einer sehr starken Marke entwickelt hat. Wir werden sicher keine Revolution anzetteln, sondern arbeiten im Sinne der Familie und des Urgedankens der Marke Schamel weiter. Unsere Strategie ist dabei langfristig und generationenübergreifend orientiert. Kurzfristiges Gewinnmaximierungsdenken ist nicht unser Ding.

Andreas Schöppl, Sie sind der erste Geschäftsführer in der Unternehmensgeschichte, der nicht Schamel heißt, wie geht es Ihnen damit?
Andreas Schöppl: Wir haben die Entscheidung gemeinsam mit der Vorgängergeneration getroffen. Wir alle stehen dazu und betrachten sie als die sinnvollste Lösung. Für diesen Moment. Natürlich kann es sein, dass in der nächsten Generation wieder zweimal Schamel an der Spitze des Unternehmens steht. Für mich ist es natürlich eine große Ehre und gleichzeitig eine große Herausforderung, der erste Geschäftsführer im Unternehmen zu sein, der nicht den Namen Schamel trägt. Doch wir haben eine ähnliche Denkweise, einen gemeinsamen strategischen Auftrag und gemeinsame Ideen. Ein Name ist nebensächlich, wenn man auf der gleichen Spur ist.

Welche Herausforderungen birgt aus Ihrer Sicht dieser Generationenwechsel?
Matthias Schamel: Es ist ganz wichtig, dass man bei einem solchen Prozess alle Beteiligten an die Hand nimmt. Besonders den Mitarbeitern muss man aufzeigen, dass und vor allem wie es weitergeht – auch, dass sich vielleicht manches verändern wird. Dafür muss man Vertrauen und Verständnis schaffen, neue Wege erörtern und dazu motivieren, diese gemeinsam zu gehen. Natürlich trifft man hier und da auf gelernte Widerstände – „das haben wir aber doch schon immer so gemacht!“ Diese versuchen wir zu entkräften, indem wir die Potenziale neuer Wege aufzeigen.

Andreas Schöppl: Viele haben die Art und Weise, wie der Generationenwechsel vollzogen wurde, gelobt. Vor allem die Entscheidung der beiden Senior-Chefs, den Übergang zu einem Zeitpunkt einzuleiten, der vom Alter her sehr passend ist. Wir gehen jetzt natürlich mit großen Zielen in die Zukunft. Wer einer erfolgreichen Generation nachfolgt, hat nicht nur die Aufgabe, die Dinge gleichbleibend fortzuführen. Vielleicht ist es uns auch vergönnt, ein bisschen was noch besser machen zu dürfen.

Gegensätze ziehen sich an. Ein Satz, der vielleicht nirgendwo sonst so sehr zutrifft wie in der Küche. Denn die richtige Mischung besteht nur auf den ersten Geschmackstest aus unvereinbaren Zutaten. Man muss sich halt trauen. Beim Kochen ist Kreativität eben das Salz in der Suppe. Und natürlich Mut. Gleiches gilt übrigens auch für das Schenken. Nehmt euch beherzt ein Herz und schenkt euren Lieben etwas, das wirklich von Herzen kommt. Oder vom Baum. Oder aus der Erde. Ihr müsst auch nichts basteln, kocht einfach.

Wir haben eine Idee, die nicht nur unter jeden Weihnachtsbaum, sondern auch auf die Weihnachtstafel passt und packen dazu zusammen, was – zugegeben – auf den ersten Biss nicht zusammengehört. Dabei haben die süße Quitte und der würzig scharfe Meerrettich einiges gemeinsam: Zum Beispiel gehören sie zu den ältesten Kulturen in Deutschland. Kren gibt es hier schon seit über 500 Jahren, die Quitte ist hier schon seit tausenden Jahren als Obstbaum heimisch. „Altes Eisen neu interpretiert“ könnte der Beitrag deshalb auch heißen oder „Quittentraum unterm Weihnachtsbaum“. Oder auch „Gegensätze ziehen DICH an“. Klappe zu, Herd an. Wir wünschen würzig-süße Weihnachten!

Für das Schamel Meerrettich-Quitten-Chutney brauchst Du:

1 kg Quitten
300 ml Weißwein, trocken
½ l Apfelsaft
180g Zucker
30 g Schamel Meerrettich Schwarfwürzig
1 Chilischote, entkernt
Saft einer Zitrone
1 EL Balsamico
Salz, Pfeffer

Und so geht’s:

1. Die Quitten mit einem trockenen Tuch abreiben und waschen, danach schälen, vierteln, entkernen und in gleichmäßige Spalten schneiden. (Dazu unbedingt ein richtig scharfes Messer verwenden)
2. Apfelsaft und Weißwein in einem Topf aufkochen.
3. Währenddessen in einem weiteren Topf den Zucker karamellisieren lassen und ihn dann mit dem Apfelsaft-Weißwein-Gemisch aufgießen, die Quitten hinzufügen und alles weich garen lassen.
4. Die Hälfte der Quitten wieder herausnehmen und grob hacken. Keine Sorge, sie dürfen später als Stückchen wieder ins Chutney zurück.
5. Das verbliebene Gemisch im Topf pürieren. Nach und nach Schamel Meerrettich Scharfwürzig, die Chilischote und schließlich die grob gehackten Quitten unterheben.
6. Wenn alles drin ist, das Gemisch aufkochen und anschließend von der Herdplatte nehmen.
7. Mit Zitronensaft, Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken.

Das fertige Chutney in vorgewärmte Gläschen füllen, sofort gut verschließen, die Gläschen bei Bedarf festlich dekorieren und am besten gleich unterm Weihnachtsbaum drapieren.
Wohl bekomm’s und vor allem: frohes Fest!

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