Das Ziel immer im Blick: Schamel Running-Team erläuft bei der „5to9 Challenge“ 1.600 Euro für „Hand in Hand e.V.“

Johannes Hendel atmet einmal tief aus. Sein Atem schlägt helle Wolken in die kühle Morgenluft. Ein letzter Blick auf seine Armbanduhr, dann läuft er los. Und mit ihm zusammen die fünf weiteren Mitglieder des Schamel Running-Teams. Was wie ein gewöhnlicher Lauf der Athletinnen und Athleten des Ultratrail-Teams aussieht, birgt eine Besonderheit in sich: Alle sechs Läuferinnen und Läufer befinden sich an verschiedenen Orten.

„Mit den Läufen an unterschiedlichen Standorten tragen wir der Corona-Pandemie Rechnung“, erzählt Johannes Hendel, Schamel Teamkapitän. „Die Sicherheit der Teammitglieder sowie der gesamten Gesellschaft hat oberste Priorität.“ Doch das soll die sportlichen Ambitionen der Athletinnen und Athleten nicht trüben. In der selbstauferlegten „5 to 9 Challenge“ sammelten alle Mitglieder des Ultratrail-Teams am vergangenen Sonntag so viele Laufmeter wie nur möglich – räumlich zwar distanziert, mental jedoch dicht beieinander.

Team Schamel Running - Ergebnisse

„Wir fragten uns, wie viele Kilometer wir innerhalb des uns durch den Lockdown gebotenen Zeitrahmens von 5 Uhr in der Früh bis 21 Uhr am Abend schaffen“, erklärt Johannes. Das Ergebnis ist bemerkenswert. Insgesamt erlief das Schamel Running-Team 378,98 Kilometer, in etwa also die Strecke von Nürnberg nach Basel. Mit den 5.448 zurückgelegten Höhenmetern hätten die Athletinnen und Athleten den Mont Blanc problemlos erklimmen können – und ihn sogar um rund 700 Meter übertroffen. 38 Stunden und 53 Minuten war das Team für diese Leistung insgesamt unterwegs.

Team Schamel läuft 5448 HM

Schamel spendet pro Kilometer 4 Euro

Aber es gab auch einen besonderen Anreiz. Denn für jeden Kilometer spendet Schamel Meerrettich vier Euro an die Baiersdorfer Hilfsorganisation „Hand in Hand e.V.“. Die erlaufene Spendensumme von 1.515,92 Euro rundet Schamel Meerrettich noch einmal auf 1.600 Euro auf. „Der Sport lebt von Solidarität. Darum freuen wir uns sehr, dass unser Laufteam auch unter den aktuellen Bedingungen große Leistungen in außergewöhnlichen Aktionen vollbringt”, so Geschäftsführer Matthias Schamel.

„Das Lauftraining und die – zugebenermaßen etwas abgewandelten – Wettkämpfe tragen enorm für die Motivation und den Zusammenhalt unseres Teams bei“, erklärt Johannes Hendel. „Auch wenn vieles in Deutschland aktuell stehen zu bleiben scheint, ist es wichtig, seine persönlichen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Eines dieser Ziele ist für mich, Körper und Geist an der frischen Luft wach und in Bewegung zu halten.“ Das gilt nicht nur für Johannes, wie die Teamergebnisse zeigen.

Sebastian Fahsold, Johannes Hendel, Anni Johann, Stefan Meyer, Anke Friedl und Annika Belz sorgten gemeinsam für eine beträchtliche Spendensumme. Klicken Sie auf das Bild, um mehr über jede einzelne Laufleistung zu erfahren.