Kren-Gaudi

Ruft der Berg, geht es hoch hinaus im Gänsemarsch. Durch verschneite Wälder, vorbei an sanften Hügeln. Das Tal im Rücken, vor uns schroffe Gipfel. Auch im Winter gibt es kaum etwas Schöneres als ein verschneites Hüttenwochenende mit Freunden. Bei Kufstein steht zum Beispiel eine Holzhütte mit Kamin und Holzofen, die uns einmal im Jahr beherbergt. Was mit vielen neuen legendären Erinnerungen und Geschichten endet, beginnt meist mit einer geselligen Fondue-Runde. Neben meiner Stirnlampe, meinem Hüttenschlafsack habe ich wie jedes Jahr ein paar Gläschen Schamel-Meerrettich in meinem Rucksack.

Hüttengaudi mit Talsicht und Schnee so weiß wie Kren.

Hüttengaudi mit Talsicht und Schnee so weiß wie Kren.

Wer lange wandert, hat schnell ziemlich viel Hunger. So geht es auch uns jedes Jahr. Oben angekommen, wird nicht lange gefackelt. Raus aus den Wanderschuhen, rein in die Rutschsocken und ran an den Herd. Tisch decken, Fleisch schichten, das Fett erhitzen, alles klappt wie am Schnürchen. Uns eint der Heißhunger und das Magenknurren. Zeit für selbst gemachte Dips muss trotzdem sein. Schmeckt besser. Und geht ja schnell.

Für meine Kren-Gaudi zum Verrühren und Dippen brauche ich:

3 EL Schamel Meerrettich Alpensahne
150 g Crème fraîche
1 TL Zitronensaft

Nach dem Essen gehen wir raus vor die Hütte. Unten im Tal glimmen ein paar Lichter auf. Glühwürmchen, die einen daran erinnern, dass man spätestens am nächsten Tag nicht mehr alleine ist auf diesem Erdenball. Der Schnee glitzert im fahlen Licht des Mondes. Weiß. So weiß wie Kren…